mein freund der baum ist tod, er starb                                 im frühen morgenrot !

          waldsterben auf dem petersberg !

Nun sind 2 Tage vergangen, der Anblick zur linken Seite von Halle kommend war für mich eine einschneidende ja katastrophale Erfahrung.

Der Anlass meines Besuchs war die alljährliche Wiedersehensfreude mit der selten blühenden Türkenbundlilie  (Lilium martagon) was sich jedoch vor meinen Augen auftat, war ein kranker sterbender Wald. Viele der alten großen stolzen Buchen lagen danieder, sie wurden wohl der Not gehorschend gefällt, es war niederschmetternd. Der Ort an denen einst die unter Naturschutz stehenden Lilien standen, war durch umherliegendes Todholz versperrt.

Der infragekommende Bereich zertrampelt, platt durch das Hantieren der sicher notwendigen Fällungen. Von der einstigen harmonischen Symbiose zwischen Gehölz und Bodenbewuchs sind weite Teile verwüstet, es ist schlimmer als ich je befürchtete. Immer wieder stößt man auf aufgestellte Hinweisschilder:

                      "ES BESTEHT GEFAHR FÜR LEIB UND LEBEN" 

Anfang April schaute ich mir, schon der Angst folgend,die Buschwindröschenblüte an, es war längst nicht so üppig wie in den vergangenen Jahren, alles viel sehr bescheiden aus. Freude wollte deshalb nicht sorecht aufkommen, da ahnte ich jedoch noch nicht, was mich jetzt erwarten sollte. Einem Artikel (2019)  in der Tagespresse folgend, sprach der Autor, (Fachmann) schon damals, von den ausgedörrten kranken Wipfeln der Bäume, die das lebende Nass nicht mehr erreichen, vom dahinsiechenden sterbenden Petersberger Wald war die Rede. Nun kann ich es nachvollziehen, ja ich schäme mich nicht, bei diesem niederschmetternden Anblick, meiner feuchten Augen wegen. Jenseits der anderen Straßenseite bis Ausgang Küttener Landstraße konnte ich noch nichts schlimmes erkennen.

Es ist aber auch möglich, dass dieser Teil bislang noch nicht "bearbeitet" wurde. Inständig hoffe ich:  Möge der Dölauer Heide dieses Schicksal erspart bleiben. Gleichwohl ist es wieder zu trocken, die Erde war bis zu 2 Meter ausgedorrt, die fehlende Feuchtigkeit kann selbst durch tagelangem Niederschlag nicht mehr kompensiert werden. Keine schönen Aussichten, habe ich doch bis zuletzt  geglaubt, der Kelch würde an mir vorüberziehen, weit gefehlt, zwingend muss ich dem Sterbeprozeß wohl tatenlos zusehen. Die ohne Zweifel notwendig gewordenen Baumfällungen, erfolgten sicherlich durch, Gefahr im Verzug. 

In der Aufforstung, die ja hoffentlich folgen wird, liegt aber auch eine Chance.

Die Baumstubben könnten Brutstätte kommender Pilzarten werden, zB  der Hallimasch* oder (und) das Stockschwämmchen. Auch die Wiederbepflanzung resistenter mit weniger Wasser auskommender Gehölze liegt auf der Hand.

Es werden jedoch viele Jahre vergehen, bevor die Narben verheilen.

Wobei niemand wissen kann, wie sich das Klima weiter entwickelt, was die Zukunft für unsere Wälder noch bereithält.

Seepark den 11. Juni 2020 

   bedrohte türkenbundlilie petersberg !

Türkenbundlilie (Lilium martagon) zählt nun zu den Raritäten auf dem P-berg ?

              Vielleicht gibt es ja noch den einen oder anderen Standort !  

Übrigens: Bin ich der Überzeugung, dass ein exakter Waldzustandsbericht sicherlich erst durch Luftaufnahmen zB den Einsatz von Drohnen erreicht werden kann. Der Befall von Schädlingen, ist sehr oft eine Folgeerscheinung fehlender Niederschläge. Der geschädigte Baum verliert seine Vitalität.              

Der *Hallimasch gilt als Holzzerstörer und ist einer der größten Pilze der Erde, wobei in erster Linie sein Myzell (Hyphien) unterirdisch gemeint sind.

Er kann sich im laufe vieler Jahre über etliche Quadratkilometer ausdehnen. Wissenschaftlicher Name: Armillaria mellea, seine Rizomorphen besitzen das Luciferin, in Verbindung mit Luft, ( 02, Sauerstoff)  kommt es zur chemischen Reaktion, dies verursacht ein geheimnisvolles LEUCHTEN im abendlichen Wald. Denken Sie in diesem Zusammenhang auch an das allseits bekannte "Glühwürmchen" gleiches Prinzip. Übrigens: die ganze Blinker und Leuchterei dient einzig immer der Arterhaltung, Vermehrung, Paarung, (Charles Darvin) Kurze Zeit nach der Begattung, vollenden die Tierchen (Käfer) ihr Dasein, Aufgabe erfüllt. Flugzeit: mitte Juni bis in den Juli hinein  (Johanni)

Das Erleben dieses Phänomen ist mir selbst heute noch in freudiger Erinnerung. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von                                                                    BIOLUMINESZENZ !!!

Seepark den 11. Juni 2020

                                  weltlauf

Hat man viel, so wird man bald

Noch viel mehr dazu bekommem.

Wer nur wenig hat, dem wird

Auch das Wenige genommen.

 

Wenn du aber gar nichts hast,

Ach, so lasse dich begraben,

Denn ein Recht zum leben, Lump -

Haben nur, die etwas haben.

 

Heinrich Heine,  

geb. 13.Dez. 1797 in Düsseldorf,  gest. 17. Febr. 1856 in Paris !

                            Rhododendron !

Es gibt über 1000 Arten, nicht alleine durch die Vielfalt der Farben, auch die                            Wuchshöhe entscheidet mitunter über die Sorte !  

Beachtliche, prächtige  Bestände gibt es im Wörlitzer - Gartenreich,                                                Welterbe der UNESCO bei Dessau.

                                 Teichrose

Willi Gallasch

Ortschaften u. Gebiete

Franzigmark

Petersberg

Neuragoczy

"Brachwitzer Alpen"

Saaleaue,Seepark

Wettin

Lettewitz

Salzmünde

Krosigk

Kloschwitz

Friedeburg

Mücheln

Heide

Lieskau

Zaschwitz

Lettin

Peißnitzinsel

Döblitz

Pfützthal

Zappendorf

Köllme

Bennstedt

Quillschina

Benkendorf

Gödewitz

Dölau

Bereich Heidebahnhof

All' diese Orte werden mit

dem E-Fahrrad abgefahren,

natürlich ist die Kamera dabei. 

Die für mich relevanten Motive

liegen fast immer zwischen den

Dörfern,fernab jeder Straße.